TERESA
KATHARINA
FAUST I & II



2013|DIPLOMARBEIT "Bühnengestaltung" Kunstuniversität Graz
für Mumuth Graz
Bühne & Konzept zu meinem Lieblingsstück...

Der Gedanke an Theatrum Mundi, dass die Welt ein Theater ist, lässt mich schmunzeln. Einen Schritt von der Bühne zu treten und uns Menschen als Darsteller, Regisseure und auch Dichter zu sehen, die sich ihre Rollen selbst kreieren und aussuchen, gibt mir einen sehr erfrischenden Blick auf das Leben. Es war Goethe, dem es gelungen ist, diesen Zugang mit so viel Tiefe und vor allem Humor darzulegen.
Die Haltung zu diesem Stück ist wie im Leben auf unzählige Arten möglich. Für mich geht es weniger um die Einzelperson Faust und deren persönliches Schicksal, sondern vielmehr um die Darstellung des Menschen allgemein in seiner Auseinandersetzung mit der Welt und dem Kosmos. Die Person Faust ist sozusagen ein Proband der Gattung Mensch, der uns auf ehrlichste Art durch eine Gestaltungsmöglichkeit des Lebens führt. Nicht zu vergessen ist aber, dass dies alles im Theater spielen soll. Der Versuch unsere Welt als Bühne nachzubauen scheint mir unmöglich, wenn man versucht auf derselben Ebene zu bleiben. Sieht man aber den Theaterraum als kleine Welt in der Welt, die nicht versucht nachzustellen, sondern eigentlich nur denselben Gesetzen folgt wie das große Außen, sollte es gelingen einen Theaterfaust als parallele Übersetzung des Menschen auf die Bühne zu stellen. Für mich kommen in diesem Moment die Begriffe Mikro- & Makrokosmos ins Spiel, die in ihrer Symbolik beschreiben, dass das ganze Überirdische im Irdischen zu finden ist. Der ganze Kosmos spiegelt sich in der Menschheit und der Welt wider.

FAUST.
“Wohin soll es nun gehn?”

MEPHISTO
“Wohin es dir gefällt.
Wir sehn die kleine, dann die große Welt.”                                                                                                                                                            

FAUST I






FAUST II



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&
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